/ Corporate Reporting

Jährlicher Wettbewerb

Die besten geschäftsberichte

Das CCI bewertet die kommunikative und gestalterische Qualität des Corporate Reportings. Im Rahmen der Analyse werden aktuell die Geschäftsberichte des DAX 30 bewertet. Die gestiegene Vielfalt medialer Darstellungsmöglichkeiten hat auch das Wahrnehmungsverhalten für das Corporate Reporting verändert. Die Lektüre eines Printberichts ist – neben visuellen Eindrücken – primär ein haptisches Erlebnis. Bei HTML-basierten Reports kommen zu den statischen Informationen Animationen, in bewegtem Bild und Ton erzählte Geschichten sowie nutzergetriebene Funktionen,  interaktive Kennzahlenvergleiche und persönliche Warenkörbe.  Welche Unternehmen informieren ihre Stakeholder am besten? Basierend auf den Analyseergebnissen werden ›Best Practice‹ Reports – Print und Online – gewürdigt und jährlich einer breiten Öffentlichkeit vorgestellt. (Zu den Tagungen)

 

Unternehmen können von der Expertise des CCI profitieren: das CCI bietet Analysen zur kommunikativen und gestalterischen Qualität des Reportings an. Die nähere Erläuterung der einzelnen Prüfkriterien des CCI stellt eine gute Möglichkeit dar, Verbesserungspotenziale zu erkennen und erfolgreich umzusetzen.

Gisela Grosse:»Ich bezeichne diese umfassende Kommunikation in allen Medien bis hin zur räumlichen Inszenierung als ›System Geschäftsbericht‹. Bis heute steckt das ›System Geschäftsbericht‹ bei dem überwiegenden Teil der Unternehmen noch in den Kinderschuhen.«

CCI-DATENBANK

Herzstück aller umfassenden Analysen ist die CCI-Datenbank, die speziell für die Auswertung des Wettbewerbs entwickelt wurde.

Die Ergebnisse des Wettbewerbs sind darin über mehrere Jahre nachvollziehbar als aussagefähiges Stärken-Schwächen-Profil dokumentiert und über Detailabfragen individuell abrufbar.

Datenbank

 

 

/ Prüfkriterien

Detaillierte Bandbreite der Gestaltungsprüfkriterien

Die neun gestalterischen Prüfsujets differenzieren sich in rund 80 Detailkriterien aus. Das bedeutet eine hohe Nachvollziehbarkeit und damit eine noch größere Sicherheit für die am Wettbewerb beteiligten Unternehmen. Die Gestaltungs-Bewertungen der Geschäftsberichte sind äußerst engmaschig und detailliert, z. B. berücksichtigt das CCI aktuelle Rechnungslegungsstandards durch die Aufnahme nichtfinanzieller Leistungsindikatoren in das Prüfkriterium Angemessenheit oder die Visualisierung von Chancen und Risiken im Kriterium Informationsgrafik.

Print

Die ersten beiden Prüfsujets ›Angemessenheit‹ und ›Gesamteindruck des Geschäftsberichts‹ beziehen sich auf die Gestaltungswirkung. Zusammen fließen sie mit 30 % in die Bewertung ein. Sie beinhalten den ersten visuellen Eindruck, die Eigenständigkeit, den Innovationsgrad, die Gliederung des gesamten Berichtes, die motivische und funktionale Umschlaggestaltung, die Darstellung des Managements, der Corporate Identity sowie die Repräsentation des Unternehmens. Dazu gehört auch die Visualisierung von ökologischen und gesellschaftlichen Leistungsindikatoren. Die Allgemeine Gestaltungsqualität wird ebenfalls in diesem Bereich bewertet und beinhaltet die konzeptionelle Einbindung der Gestaltungsmittel und deren Zusammenspiel.

Die sieben weiteren Hauptkriterien bewerten das gestalterische Handwerk sowie die technische Umsetzung des Geschäftsberichts. Diese Kriterienbündel fließen mit 70 % in die Bewertung ein.

Layout

Unter dem Kriterium ›Layout‹ werden die funktionale und die emotionale Qualität bewertet. ›Makro-, Mikrotypografie und die Gestaltung der Tabellen‹ bilden ein eigenes Prüfkriterium. Hier werden unter anderem der generelle Umgang mit Schrift und Text, die Lesbarkeit und die informative und wahrnehmungsfreundliche Tabellengestaltung bewertet.

Bildsprache

Das Prüfkriterium ›Bildsprache‹ umfasst deren generelle Qualität – technisch wie auch gestalterisch – sowie die Aussagekraft und die Eigenständigkeit der Abbildungen. Gender Aspekte und die Vorstandsfotografie werden ebenso berücksichtigt.

Informationsgrafiken

Ein weiteres Prüfsujet bildet die Gestaltung der Informationsgrafiken. Dabei wird die Aussagekraft und der Bezug zum Kontext ebenso bewertet wie die generelle Qualität – bezogen auf Wahrnehmungsfreundlichkeit und Vergleichbarkeit.

Farben

Die funktionale und emotionale Qualität der Farben sowie deren Aussagekraft wird in einem eigenen Prüfkriterium bewertet. Hier wird auch geprüft, ob die Farben einen Mehrwert hinsichtlich der Gliederung des Berichts schaffen und konsequent eingesetzt werden.

Herausragende Ideen

Herausragende Ideen hinsichtlich der Gestaltung oder auch kommunikative Ergänzungen werden in einem weiteren Prüfkriterium honoriert.

Herstellung und Verarbeitung

Die Bewertung der Herstellung und Verarbeitung wird von externen Fachleuten vorgenommen, hier geht es um Materialqualtität, Reprografie, Druck sowie buchbinderische Verarbeitung.


Online

Für die Prüfung der Online-Geschäftsberichte wurde der etablierte Kriterienkatalog des CCI für die gestalterische Qualität von Print-Berichten speziell um neue Aspekte der Gestaltung digitaler Kommunikation ergänzt und erweitert.

Die neu entwickelte Kategorie der medialen Angemessenheit prüft, inwiefern Unternehmen die Möglichkeiten digitaler Kommunikation sinnvoll für eine medienadäquate Berichterstattung im Internet nutzen. Die mediale Angemessenheit macht 25 % der kommunikativen und gestalterischen Gesamtbewertung der HTML-Berichte aus.

Distribution und Einbettung

Das Kriterium bewertet, wie gut der Geschäftsbericht im Internet auffindbar ist und welche alternativen Rezeptionsmöglichkeiten den Nutzern geboten werden. Zudem steht die wechselseitige Bezugnahme von Print- und Onlineversion der Berichterstattung im Fokus.

Navigation und Vernetzung

Das Kriterium bewertet die Menüführung innerhalb des HTML-Berichts. Zudem wird die Vernetzung der Inhalte des Geschäftsberichts mit weiterführenden Informationen innerhalb der Homepage des Unternehmens sowie mit externen Seiten betrachtet.

Multimedialität

Das Kriterium bewertet die Einbindung medialer Darstellungsmöglichkeiten in den HTML-Bericht, darunter Bewegtbild, Animation, Fotografie und Audio.

Interaktivität

Das Kriterium bewertet, ob und in wiefern der HTML-Bericht nutzergetriebene Funktionen integriert. Darunter fallen adaptierbare und nreaktive Inhalte sowie die Möglichkeiten der Kontaktaufnahme und Partizipation.

Zeitbezug

Das Kriterium bewertet die Einbettung des HTML-Berichts im zeitlichen Verlauf, d. h. Bezugnahme auf vergangene und aktuelle Finanzinformationen.

Das CCI behält sich alle Rechte an den Kriterien zur Bewertung von Geschäftsberichten vor. Wieder- und Weitergabe der Inhalte, auch auszugsweise, erfordert eine schriftliche Genehmigung durch das CCI.

 

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/ Zur Historie

Im Auftrag des manager magazin untersuchten Wissenschaftler bis 2013 die Geschäftsberichte der wichtigsten börsennotierten Aktiengesellschaften in Deutschland. Die Geschäftsberichte wurden dabei im Hinblick auf  betriebswirtschaftlichen Inhalt und Gestaltung anhand wissenschaftlich fundierter Bewertungskriterien beurteilt. Die Topreports wurden prämiert. Rund 200 Reports aus dem DAX 30, MDAX, SDAX und TecDAX wurden geprüft. Der manager magazin-Wettbewerb war der umfassendste Vergleich in Deutschland und einer der größten weltweit.

Die wissenschaftliche Leitung des Wettbewerbs lag bei Professor Dr. Dr. h.c. Jörg Baetge, Wirtschaftswissenschaftliche Fakultät der Universität Münster. Das Segment Gestaltung der Geschäftsberichte verantwortete Professorin Gisela Grosse. Für das bis 2011 bewertete Prüfsegment Sprache war Professor Dr. Rudi Keller, Germanistisches Seminar der Heinrich-Heine-Universität in Düsseldorf, verantwortlich. Die Ergebnisse des Wettbewerbs wurden jeweils in Heft 10 des manager magazins veröffentlicht.